28. Sep. 2015

Frischer Wind in den Leitungen

Das Projekt Wind2Hydrogen, das Energie aus Windkraftanlagen in transportier- und speicherbaren Wasserstoff umwandelt startete in die Testphase.

In Auersthal im niederösterreichischen Weinviertel hat die Forschungsanlage „Wind2Hydrogen“ ihren Betrieb aufgenommen. In den kommenden eineinhalb Jahren wird hier erprobt, wie Windenergie in Wasserstoff umgewandelt, gespeichert und bei Bedarf in das Gasnetz eingespeist oder zur Fahrzeug-Betankung genutzt werden kann. Denn: Strom aus Windkraftanlagen wird nur unregelmäßig produziert und lässt sich nicht speichern.

 

Während es weltweit schon mehrere sogenannte "Power to Gas" Projekte gibt, ist die Anlage in Auerstahl die einzige, bei der der umgewandelte Wasserstoff nicht extra verdichtet werden muss. Möglich macht das ein Prototyp einer 100 kW PEM-Proton-Exchange-Membran-Elektrolyseur, die hochreinen Wasserstoff mit einem Druck von 163 Bar und höher erzielen kann.

 

Das Pilotprojekt, das bis zum 31. Dezember 2016 laufen soll und vom Klima- und Energiefonds gefördert wird, ist eine Kooperation zwischen OMV als Konsortialführerin und den Unternehmen Fronius International, ein österreichisches Unternehmen, das auf Schweißtechnik spezialisiert ist, der EVN, der HyCentA Research GmbH und dem Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz.
Gas Connect Austria als ein Tochterunternehmen der OMV stellt das Grundstück für die Anlage zur Verfügung und ermöglicht die Einbindung in die Gas-Infrastruktur am Standort der Gasstation Auersthal.