31 europäische Gasinfrastrukturbetreiber überreichen der Europäischen Kommission auf dem „European Hydrogen Backbone Day“ eine Zusage, bis 2030 Wasserstoffversorgungskorridore einzurichten

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  • Der erste Europäische Wasserstoff-Backbone-Tag fand am 7. Juni 2022 in Brüssel statt. Akteure aus der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette diskutierten gemeinsam mit nationalen und europäischen Entscheidungsträgern über die Zukunft der europäischen Wasserstoffinfrastruktur.
  • Die Vorstandsvorsitzenden und Vertreter aller 31 Mitglieder der Initiative überreichten der Europäischen Kommission eine Zusage, bis 2030 Wasserstoffversorgungskorridore einzurichten, die die Schaffung eines Wasserstoffmarktes ermöglichen sollen.
  • Rosalinde van der Vlies, Generaldirektorin für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, nahm das Versprechen entgegen.

EHB-Tag
Zum ersten Mal veranstaltete die EHB-Initiative einen interaktiven, ganztägigen Workshop und eine Konferenz, die sich mit der Zukunft der europäischen Wasserstoffinfrastruktur befassten. Die EHB-Initiative stellte ihre beiden jüngsten Veröffentlichungen vor: die aktualisierten Infrastrukturkarten der EHB-Vision sowie ihre Erkenntnisse über die fünf geplanten Korridore, die in Europa entstehen könnten und die das Wasserstoffangebot mit der Nachfrage verbinden sowie die lokale Industrie dekarbonisieren würden. Externe Redner wie Daniel Mercer, Outi Ervasti, Thierry Lepercq und Pawel Stanczak nahmen auch an Podiumsdiskussionen über die Rolle von Angebot, Nachfrage und Infrastruktur bei der beschleunigten Entwicklung von Korridoren bis 2030 teil. Der Tag umfasste mehrere Workshops, die dazu beitrugen, potenzielle Lösungen für lokale Engpässe beim Wasserstofftransport zu definieren und zu erarbeiten.

Zusage, bis 2030 Wasserstoffversorgungskorridore einzurichten, um die Schaffung eines Wasserstoffmarktes zu ermöglichen
Die 31 Vorstandsvorsitzenden und Vertreter der Mitglieder der Initiative überreichten der Europäischen Kommission eine Zusage, bis 2030 Wasserstoffversorgungskorridore einzurichten, um die Schaffung eines Wasserstoffmarktes zu ermöglichen. In der Zusage, die der Generaldirektorin für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, Rosalinde van der Vlies, überreicht wurde, versichern die EHB-Initiative und ihre Mitglieder, dass sie bereit sind, die Wasserstoffinfrastruktur bereitzustellen, die erforderlich ist, um die europäischen Wasserstoffziele für 2030 zu erreichen. Um dies zu unterstützen, wird von der Europäischen Kommission ein klares Mandat und die geeignete politische und regulatorische Unterstützung gefordert.

Identifizierung von fünf Wasserstoffversorgungskorridoren
Die EHB-Initiative hat fünf Wasserstoffversorgungskorridore identifiziert, die regionale Unterschiede bei Angebot und Nachfrage überbrücken können und den Zugang zu einer reichhaltigen und kostengünsti-gen Wasserstoffversorgung im Jahr 2030 ermöglichen. Diese Korridore verbinden die lokale Wasser-stoffversorgung und -nachfrage in verschiedenen Teilen Europas, schaffen Verbindungen zwischen europäischen Regionen sowie mit benachbarten Regionen mit Exportpotenzial, um den europäischen Wasserstoffimportbedarf zu decken. Diese vom EHB angestrebten Importverbindungen stehen im Einklang mit den drei großen Import-/Wasserstoffkorridoren, die die Kommission im REPowerEU-Paket festgelegt hat.

Folgende konkrete Maßnahmen sind erforderlich, um die Entwicklung der einzelnen Korridore bis 2030 zu gewährleisten:

  • Förderung der Entwicklung neuer und wiederverwendeter Wasserstoffinfrastrukturen, z.B. durch Entflechtungsvorschriften, die eine effiziente Nutzung von Fachwissen und Dienstleistungen der Fernleitungsbetreiber erleichtern, und durch Zulassung verschiedener vertikaler Entflechtungsmodelle in der EU analog zu Erdgas
  • Freisetzung von Finanzmitteln zur beschleunigten Einführung der Wasserstoffinfrastruktur durch Nutzung regionaler regulatorischer Flexibilität und anderer pragmatischer Finanzierungslösungen (einschließlich der Schaffung von Anreizen für die Nutzung von Wasserstoff auf der Nachfrageseite)
  • Vereinfachung und Verkürzung der Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien, Wasserstoff und Infrastrukturprojekte.
  • Intensivierung von Energiepartnerschaften mit exportierenden Nicht-EHB-Ländern durch finanzielle Unterstützung zur Senkung der Kapitalkosten in Exportländern und Ermittlung eines gemeinsamen Zertifizierungssystems für Wasserstoffbörsen
  • Erleichterung der integrierten Planung von Wasserstoff-, Erdgas- und Elektrizitätsinfrastrukturen in Energiesystemen

Vor allem aber muss es schnell gehen und daher müssen wir jetzt damit beginnen.

EHB - eine offene Initiative
Der EHB zielt darauf ab, Europas Weg zur Dekarbonisierung zu beschleunigen, indem er die entscheidende Rolle der Wasserstoffinfrastruktur - auf der Grundlage bestehender und neuer Pipelines - bei der Entwicklung eines wettbewerbsfähigen, liquiden, europaweiten Marktes für erneuerbare und kohlenstoffarme Energieträger definiert. Die Initiative zielt darauf ab, den Wettbewerb auf dem Markt, die Versorgungssicherheit und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern und ihren Nachbarländern zu fördern.

Die EHB-Initiative freut sich darauf, ihre Vision weiterhin mit Interessengruppen wie politischen Entscheidungsträgern, Unternehmen und Initiativen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu diskutieren. Eine aktuelle und interaktive Version der EHB-Karten kann auch in digitaler Form auf der Website der EHB-Initiative abgerufen werden.

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